versichern
Geschäftsbereich «versichern»
Im Geschäftsbereich «versichern» bearbeiten wir Schadenfälle, schätzen Versicherungswerte und kümmern uns um die Anliegen unserer Versicherten.
Schadenfälle
Unterdurchschnittliche Schadenbelastung
Die Schadenbelastung aus Elementar- und Brandschadenfällen belief sich auf rund CHF 29.7 Mio. Damit fiel die Schadenbelastung gegenüber dem langjährigen Mittel (CHF 33.4 Mio.) unterdurchschnittlich aus. Auch anzahlmässig fielen die Schadenfälle unterdurchschnittlich aus. Unsere Mitarbeitenden bearbeiteten im Jahr 2025 insgesamt 2'149 Schadenfälle. Im Vorjahr waren es 3'769.
Kleinere Sturmereignisse prägten das Schadenjahr
Die Anzahl der Elementarschäden lag deutlich unter dem Durchschnitt. Eine letztmals tiefere Anzahl an Elementarschäden war im Jahr 2016 zu verzeichnen. Somit kann das Schadenjahr 2025 als «ruhig» bezeichnet werden.
| Ereignis | Anzahl Fälle | Schadensumme |
| Sturmwind vom 6. und 9. Januar | 250 | CHF 0.56 Mio. |
| Sturmwind und Hagel vom 15. Juni | 210 | CHF 0.59 Mio. |
| Sturmwind und Überschwemmung vom 4. Juli | 80 | CHF 0.45 Mio. |
| Sturmwind vom 23. Oktober | 140 | CHF 0.41 Mio. |
771
Schadenfälle verursachte der Sturmwind über das ganze Jahr.
Elementarschadensumme unter dem langjährigen Mittel
Der Mehrjahresvergleich bei den Elementarschäden zeigt, dass die Schadenbelastung 2025 deutlich unter dem langjährigen Mittel lag. Während im Zehnjahres-Mittel die Schadensumme CHF 14.8 Mio. beträgt, lag die Schadensumme im Berichtsjahr mit CHF 4.8 Mio. somit CHF 10.0 Mio. unter dem langjährigen Mittel. Eine letztmals tiefere Elementarschadensumme verzeichneten wir im Jahr 1998.
| Elementarschäden | Summe | Anzahl anerkannte Fälle |
| Jahr 2025 | CHF 4.8 Mio. | 1'601 |
| Langjähriges Mittel | CHF 14.8 Mio. | 3'606 |
Brand in Murg vom 23. Juni 2025 (Bildquelle: Kapo SG)
Brandfälle anzahlmässig deutlich unter dem Durchschnitt, summenmässig hingegen erneut über dem Durchschnitt
Die Anzahl der Brandschäden fiel unterdurchschnittlich aus: Seit 1961 war sie nicht mehr so tief. Die Schadensumme von rund CHF 24.9 Mio. liegt hingegen rund CHF 6.3 Mio. über dem langjährigen Mittel.
| Brandschäden | Summe | Anzahl anerkannte Fälle |
| Jahr 2025 | CHF 24.9 Mio. | 456 |
| Langjähriges Mittel | CHF 18.6 Mio. | 627 |
Bei einem Grossteil der 182 Schadenfälle (rund 39.9 % der Anzahl Brandfälle) lag die Ursache bei der Elektrizität. Deren Schadensumme betrug rund CHF 5.6 Mio.
Bei 46 Schadenfällen mit einer Schadensumme von rund CHF 10.7 Mio. (rund 51.6 % der Schadensumme Brand) blieb die Ursache unbekannt, dies aufgrund der starken Brandzerstörung.
24.9
CHF Gebäudeschäden verursachten die Brandschäden.
Brand in Goldingen vom 17. Oktober 2025 (Bildquelle: Kapo SG)
Grösste Brandschadenfälle 2025
| Schadensumme | Ort, Objekt | Datum |
| CHF 1.16 Mio. | Murg, Alphütte und -stall | 23.06.2025 |
| CHF 1.50 Mio. | Au, Wohn- und Geschäftshaus | 18.09.2025 |
| CHF 1.11 Mio. | Libingen, Wohnhaus und Scheune | 10.10.2025 |
| CHF 1.03 Mio. | Goldingen, Einfamilienhaus und Scheune | 17.10.2025 |
| CHF 1.87 Mio. | Sennwald, Zweifamilienhaus | 31.10.2025 |
6'656
Einsatzstunden leisteten unsere Schadenexpertinnen
und -experten im Berichtsjahr 2025.
«2025 war geprägt von kleineren Sturmereignissen und einer sehr tiefen Zahl an Elementarschäden - insgesamt ein ruhiges Schadenjahr.»
Tommy Winiger, Leiter Bereich Versicherung
Versicherte Gebäude 2025
Anzahl
190'355
Versicherter Gebäudewert in CHF im 2025 (ohne Bauzeitversicherungskapital)
195
Weiterbildung
Unsere neu eingetretenen Schadenexpertinnen und Schadenexperten wurden im Mai auf mögliche Naturgefahren und Schutzmassnahmen geschult. Dabei konnten wir die Zusammenarbeit stärken und den Raum für Diskussionsthemen rund um Elementarschäden öffnen.
Gebäude- und Grundstückschätzung
2025 legten wir die Versicherungswerte sämtlicher Gebäude fest. Im Auftrag des Kantonalen Steueramtes bewerten wir jeweils kantonsweit die Steuerwerte sämtlicher Grundstücke und legen den Miet- und Verkehrswert fest. Bei landwirtschaftlichen Grundstücken bestimmen wir zudem den Ertragswert und die Belastungsgrenze.
Gebäude- und Grundstückschätzungen 2016 - 2025
Intensives Schätzungsjahr
Mit insgesamt 23'787 Gebäudeschätzungen (Schätzungen der Versicherungswerte) war 2025 ein anspruchsvolles Schätzungsjahr, auch wenn das Rekordergebnis des Vorjahres von 24'850 um rund tausend Gebäudeschätzungen nicht erreicht wurde. Dennoch wurden lediglich in den beiden Vorjahren sowie im Jahr 2019 eine höhere Anzahl an Gebäuden geschätzt.
Auch bei den 37'458 Grundstückschätzungen (Schätzungen der Steuerwerte) reden wir von einem intensiven Schätzungsjahr. Es liegt im Bereich des Vorjahres, in dem 37’587 Grundstückschätzungen durchgeführt worden sind. Entsprechend ist 2025 ein Schätzungsjahr mit den drittmeisten Grundstückschätzungen seit der Reorganisation des Schätzungswesens vor 25 Jahren.
Die hohe Schätzungstätigkeit führte dazu, dass ein gewisser Überhang an fälligen Schätzungen sukzessive abgebaut werden konnte. So haben wir das Ziel, den Rückstand der beiden Corona-Jahre wieder auf ein Niveau von 2019 zu reduzieren, erfreulicherweise erreicht.
Neu- und Umbauten, Erweiterungen oder Totalsanierungen von Gebäuden erfordern eine Neubeurteilung. Ebenso führen abgebrochene Gebäude, aber auch neue oder vereinigte Grundstücke jeweils automatisch zu einer neuen Schätzung ausserhalb des ordentlichen Schätzungszyklus.
Erfahrungsaustausch
Auf der Alp Malbun im Buchserberg diskutierten unsere landwirtschaftlichen Fachschätzer im August engagiert ihre Fallbeispiele, tauschten wertvolle Erkenntnisse aus und stärkten damit ihren Zusammenhalt. Der gegenseitige Erfahrungsaustausch trägt wesentlich zur Qualität und Gleichbehandlung bei.
Kundencenter
Um unsere Prozesse weiterhin schlank und einfach zu gestalten, schreitet der digitale Weg kontinuierlich voran.
eBill Prämienrechnung automatisiert
Seit Anfang Januar werden Neuanmeldungen für die digitale Prämienrechnung automatisch über eine neue Schnittstelle verarbeitet. Dadurch erhöht sich die Datenqualität, während der manuelle Mutationsaufwand spürbar sinkt. Von unseren rund 150'000 Prämienrechnungen werden bereits 15 % elektronisch über eBill empfangen – Tendenz steigend. Die verbleibenden, weiterhin in Papierform versandten Prämienrechnungen drucken wir neu doppelseitig, damit wir auch dort einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten können.
Datenmutationen im Versicherungsbestand
Die versicherungsrelevanten Daten im Gebäudebestand unterliegen ständigen Anpassungen. Dies führte im Berichtsjahr einmal mehr zu 220'000 Mutationen im Datenbestand, was eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr von rund 22'000 bedeutete. Sie konnten grösstenteils vollständig automatisch verarbeitet werden.