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«Beraten, prüfen, sensibilisieren, schulen, bewilligen sowie kontrollieren: All diese Tätigkeiten des Präventionsteams haben zum Ziel, den geforderten Personen- und Gebäudeschutz sicherzustellen.»  

Dieter Ebneter, Leiter Bereich Prävention

Schutz vor Naturgefahren

Fachliche Unterstützung und finanzielle Beiträge
Risiken durch Naturgefahren existieren bei bestehenden Gebäuden und Neubauten. Auch 2025 unterstützten unsere Fachexperten Gebäudeeigentümer/-innen, Bauherren, Planungsfirmen, Baubehörden sowie weitere Interessierte bei der Schadensverhütung. Unsere Beratungen nahmen gegenüber dem Vorjahr zu.

699

Beratungen zum Schutz vor Naturgefahren führten wir durch.

Entwicklung Beratungsleistungen und Beitragsgesuche Naturgefahren

2025 führten wir 699 Beratungen durch. Gegenüber 2024 entsprach das einem Plus von 18 Beratungen. Hinzu kamen zahlreiche ergänzende Beratungen zu laufenden Fällen aus Vorjahren.

Zunehmende Anfragen von Baubehörden ermöglichten uns, Planende und Bauherrschaften vermehrt für ein naturgefahrensicheres Planen und Bauen zu sensibilisieren. Damit wurden unsere Beratungsdienstleistungen bei Neu- und Umbauten wiederum rege genutzt, um Risiken aus Naturgefahren zielführend zu begegnen.

Finanzielle Beiträge an Schutzmassnahmen
Für einen wirkungsvollen Gebäudeschutz richteten wir auch im Berichtsjahr finanzielle Beiträge aus. Insgesamt zahlten wir zur Unterstützung von Gebäudeschutzmassnahmen Beiträge in der Höhe von CHF 487’356 aus; hauptsächlich betraf dies Schutzmassnahmen gegen Hochwasser und Überschwemmungen. Zudem konnten wir im Berichtsjahr weitere Beiträge in der Höhe von CHF 508’716 zusichern.

Pilotkampagne zur Sensibilisierung in Risiko-Hotspots für Hochwasser und Oberflächenabfluss
Basierend auf den Ergebnissen unserer Risikokarte führten wir in drei ausgewählten Pilotgebieten eine Sensibilisierungskampagne durch. Damit möchten wir herausfinden: Wie oder mit welchen Präventionsanstrengungen könnten wir die grössten Risiken am besten reduzieren? Dazu berieten und unterstützten wir Versicherte mit Gebäuden in den Gebieten Rorschach, St.Gallen Ost und Walenstadt in heikler Gefährdungslage wegen Hochwasser und Oberflächenabfluss (aus Starkregen).

Besonders daran war: Im Fokus standen nicht nur Gebäude mit, sondern auch ohne bisherige Schadenerfahrung. Anhand der Rückmeldungen und freiwillig umgesetzter Gebäudeschutzmassnahmen möchten wir zu einem späteren Zeitpunkt die Ausweitung der Präventionskampagne auf den gesamten Kanton prüfen.

Naturgefahrensymposium des BAFU vom 17./18. September 2025 in Luzern
Das Naturgefahrensymposium 2025 im Raum Luzern widmete sich gravitativen Naturgefahren und dem integralen Risikomanagement. In Fachreferaten, Podiumsdiskussionen und Exkursionen erhielten unsere Fachspezialisten praxisnahe Einblicke, dabei wurden ihnen auch aktuelle Neuerungen sowie erfolgreiche Umsetzungen von Massnahmen vorgestellt.

Die Veranstaltung förderte den Austausch zwischen Fachpersonen aus Verwaltung, Wissenschaft, Praxis und Politik. Ziel war es, das Wissen zu Gefahren- und Risikoanalysen sowie zu Präventionsmassnahmen, Bewältigung und Regeneration zu vertiefen und die Zusammenarbeit im Umgang mit Naturgefahren weiter zu stärken.

Letztlich zeigte der Anlass die Wichtigkeit aktueller Gefahrengrundlagen als auch der Prävention – und zwar als zentraler Pfeiler im Umgang mit Risiken.