Accesskey Navigation

«Wir haben 2025 insgesamt 2'411 AdF an 4'528 Kurstagen aus- und weitergebildet. Das Pikett-Team der GVSG war bei 43 Einsätzen dabei.»

Andrea Schöb, Leiterin Bereich Intervention

Ausbildungen im OFA
Im Jahr 2025 wurden total 31 Kurse (Vorjahr 34) mit 1'143 Teilnehmenden durchgeführt (Vorjahr 1'217). Die Auswertung der Kursbeurteilungen zeigt eine hohe Zufriedenheit bei den Teilnehmenden: Der Gesamteindruck liegt bei 91.1 %, die Beurteilung der Ausbildner gar bei 98 %.

Die Einsätze der Miliz- und Berufsfeuerwehr
Im Kanton St.Gallen gibt es 50 Milizfeuerwehrorganisationen und eine Berufsfeuerwehr in der Stadt St.Gallen, welche durch eine eigene Milizfeuerwehr unterstützt wird.

Per Ende 2025 leisteten total 4'157 AdF ihren Dienst in den Milizfeuerwehren (Vorjahr 4'155). Mit einer leichten Zunahme von zwei AdF reden wir praktisch von einem Gleichstand gegenüber dem Vorjahr. Der Frauenanteil in den Milizfeuerwehren beträgt 10,1 % (420 weibliche AdF) und ist damit gegenüber dem Vorjahr (10,1 %) gleich geblieben. Die Berufsfeuerwehr besteht nach wie vor aus Männern.

Im vergangenen Jahr wurden 3'683 alarmmässige Einsätze und 590 Dienstleistungen erbracht. Insgesamt rückten die Feuerwehren 4'273 mal aus, retteten 297 Personen und 116 Tiere und unterstützten unsere Partnerorganisationen tatkräftig.
 

Einsätze pro Art Anzahl Einsätze Stunden
Brandbekämpfung 800 22'926
Elementarereignis 230 2'710
Strassenrettung 58 1´649
Technische Hilfe 492 3´598
Ölwehr 344 2´952
Chemiewehr 35 875
Strahlenwehr 1 2
Bahnanlagen 3 9
BMA / unechte Alarme 865 8´995
Diverse Einsätze 855 4´869
Dienstleistungen 590 4´055
Total 4´273 52'640

 

Subventionsprojekte / Begünstigte Ausbezahlte Beiträge Anzahl Projekte
Feuerwehrdepot (Gommiswald) 472´227 1
Feuerwehrfahrzeuge (ADL Neckertal und RTL, 1 TLF St.Gallen, 1 RW Wildhaus) 830´000 4
Feuerwehrmaterial und Mannschaftsausrüstung 720´000 51
Berufsfeuerwehr 420´000 1
Jugendfeuerwehr 103´500 13
Total 2´545´727 70

Löschwasserversorgung 2025

Für eine wirkungsvolle Brandbekämpfung ist Löschwasser nach wie vor das wichtigste Mittel und wird im Normalfall über das Versorgungsnetz der Trinkwasserversorgungen bezogen. Dies setzt voraus, dass sich die entsprechenden Anlageteile in einem leistungsfähigen und funktionstüchtigen Zustand befinden. Die Abteilung Löschwasser stellt dies in enger Zusammenarbeit mit den Wasserversorgungen sicher.

Im Berichtsjahr 2025 wurden insgesamt 239 Projekte beurteilt und mit Beiträgen unterstützt. Diese Beiträge umfassen sowohl den Ausbau als auch den Erhalt von Wasserfassungen, Reservoir-Bauten, Fernsteuerungsanlagen sowie des Leitungsnetzes inklusive Hydranten. Die acht umfangreichsten Wasserversorgungsprojekte sind in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst.

Grösste Versorgungsprojekte 2025 Beitrag GVSG in CHF
Neubau Rhesi-Ersatzwasserversorgung, Region Rheintal 7´603´200
Neubau Reservoir Criangga, Wartau 492´800
Ausbau der Wasserversorgung Rüti, Schwanden, Hinter- und Vorderberg, Schänis 227´000
Erneuerung der Quellableitung Gamidaur bis Vermii, Vilters-Wangs 168´800
Neubau Verbindungsleitung Bazenheid-Jonschwil, Kirchberg 142´700
Neubau Grundwasserpumpwerk Tiefenbrunnen, Gossau 142´200
Hydranten-Netzerneuerung Bichwil-Bernholz-Hüppel-Dietelsberg-Zehntland, Oberuzwil 110´500
Hydranten-Netzerneuerung Gatterstrasse, Wittenbach 103´500

13.3

CHF an Beiträgen haben wir an Wasserversorgungen zugesichert.

Gesamthaft wurde im Jahr 2025 eine Summe von CHF 13.3 Mio. aus dem Feuerschutzfonds zugesichert (vgl. nachstehende Grafik). Damit wurde der Durchschnitt der letzten Jahre um rund 60 % überschritten. Die einmalige Mehrbelastung von knapp CHF 5 Mio. gegenüber dem Beitragsmittel der letzten zehn Jahre steht im direkten Zusammenhang mit dem Beitrag für die Rhesi-Ersatzwasserbeschaffung, die allein über CHF 7.6 Mio. Franken beanspruchte.

Zugesicherte Beiträge Löschwasserversorgung in CHF

Hydrantenleitungen
Nach der Projektrealisierung erfolgt jeweils eine Abnahmekontrolle beziehungsweise Überprüfung, ob der Feuerwehr ausreichend Löschwasser mit genügendem Druck zur Verfügung steht. Diese bildet die Voraussetzung für die Auszahlung der zugesicherten Beiträge. Im Berichtsjahr wurden über 50 km Hydrantenleitungen gebaut und rund 360 Hydranten erstellt, welche eine effiziente Brandbekämpfung ermöglichen.

Schwer finanzierbare Wasserversorgungsprojekte
Die Abteilung Löschwasser bearbeitet zudem Beitragsgesuche für Meliorationsbeiträge des Bundes an die Erstellung, Erweiterung oder Erneuerung von schwer finanzierbaren Wasserversorgungsprojekten im Berggebiet, sofern die Bedürfnisse der Löschwasserversorgung berücksichtigt sind.

Die Beiträge richten sich nach Massgabe der Verordnung über die Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft. Im Berichtsjahr konnten CHF 0.7 Mio. an Bundesgeldern zugesichert werden.

Fachliche Unterstützung
Zusätzlich zu den Beiträgen aus dem Feuerschutzfonds an die Erstellung und Erneuerung von Anlagen bietet die Abteilung Löschwasser auch fachliche Unterstützung an. Mit einer vorausschauenden Planung, soliden und zweckmässigen Infrastrukturanlagen, einer professionellen und wirtschaftlichen Betriebsführung sowie einem werterhaltenden Unterhalt soll die Leistungsfähigkeit und ein störungsfreier Betrieb der Wasserversorgungen langfristig gewährleistet werden.

Erkenntnisse aus Projektbeurteilungen oder aus der Prüfung der Generellen Wasserversorgungsplanung (GWP) werden dabei in Form spezifischer Handlungsempfehlungen weitergegeben. Der Fokus endet nicht an den Grenzen einzelner Versorgungsgebiete, sondern erstreckt sich über den gesamten Kanton.

Plattform Wasserversorgung
In diesem Zusammenhang steht auch die «Plattform Wasserversorgung», die unter Beteiligung der GVSG die Stärkung und Vernetzung der Wasserversorgungen im Kanton St.Gallen zum Ziel hat. Nebst der Vereinigung St.Galler Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten (VSGP) sind kantonale Fachstellen sowie 15 Betreiber örtlicher Wasserversorgungen involviert, welche die neun Regionen vertreten.

Zudem haben sich sämtliche Wasserversorgungen in Regionalgruppen organisiert, die in direkter Verbindung zur Plattform stehen. Damit wird der Dialog zwischen den einzelnen Wasserversorgungen und mit dem Kanton sichergestellt.

Leitbild der Wasserversorgung
Unter der Leitung der Abteilung Löschwasser erfolgte im Jahr 2025 der Kick-off zur Überarbeitung des Leitbilds Wasserversorgung. Dieses soll langfristig eine ausreichende, qualitativ einwandfreie und wirtschaftliche Trink-, Brauch- und Löschwasserversorgung im Kanton sicherstellen.

Das bisherige Leitbild aus dem Jahr 2014 wird auf Basis der Betriebsdaten 2025 aktualisiert. Zudem ist die Abteilung in die Erarbeitung der kantonalen Projektumsetzung eingebunden, um die Trinkwasserversorgung in schweren Mangellagen (TWM) sicherzustellen. Dabei geht es um die Bewältigung eines flächendeckenden Ausfalls der Wasserversorgung.

Erfolgreiches Miteinander
Die seit Jahren aktiv gepflegten Kontakte mit den Mitarbeitenden der Wasserversorgungen, den Feuerwehren, den Planenden sowie den beteiligten Fachstellen bilden eine tragfähige Basis für eine gute und konstruktive Zusammenarbeit.